Toggenburger Käseweltmeister: «Es gibt kein klares Rezept»

Elmar Stadelmann, Inhaber der Käserei Stadelmann in Ganterschwil, gewann im März an den Käseweltmeisterschaften in der Kategorie Appenzellerkäse. Er kann seinen Sieg immer noch kaum fassen.

 

Als am frühen Morgen des 9. März das E-Mail in den Posteingang flatterte, konnte Elmar Stadelmann sein Glück kaum fassen. Er hatte an den Käseweltmeisterschaften, die in Wisconsin in den USA stattfanden, tatsächlich mit seinem Appenzellerkäse in der gleichnamigen Kategorie den ersten Rang erreicht. Auch heute hat er sich noch nicht an seinen neuen Titel gewöhnt und was die Auswirkungen seines Sieges betrifft, ist das Team seiner Käserei in Ganterschwil noch in der Findungsphase.

 

«Es spielen viele Faktoren mit»

Die Käserei Stadelmann ist ein Generationenbetrieb. Als Elmar Stadelmann gerade mal neun Jahre alt war, gründete sein Vater die Käserei in Ganterschwil. Dass der älteste Sohn seiner fünf Kinder den Betrieb einmal übernehmen würde, das war klar. Obwohl er zu Schulzeiten lieber mit Zahlen arbeitete, half er bereits früh in der Käserei mit und als er die Schule abgeschlossen hatte, trat er die, für ihn vorgesehene, Lehre zum Käser an. 

Heute ist Elmar Stadelmann sehr stolz auf seine Tätigkeit, obwohl sie als Kind nicht sein Traumberuf gewesen war. «Das Veredeln von Lebensmitteln ist eine schöne Aufgabe, die wir nach besten Kräften erfüllen.» Dass ihn die Käseherstellung so erfüllt, ist auch wichtig, denn es ist keine einfache Aufgabe. «Es gibt kein klares Rezept, um einen guten Käse zu machen. Es spielen viele Faktoren mit, doch der wichtigste ist die Milch, die verwendet wird. Diese wird wiederum vom Futter der Kühe beeinflusst. Da die Milch also nicht immer gleich ist, ist das Käsen eine tägliche Herausforderung und man muss sich jedes Mal neu erfinden», erklärt Elmar Stadelmann. 

Der ganze Artikel im Toggenburger Tagblatt am 4. April erschienen (siehe Link «Artikel im Tagblatt lesen»).